Dienstag, 24. September 2013

Internet, Zeit und Temperaturen

Heute habe ich den Vormittag frei und ich habe mir vorgenommen, endlich mal wieder etwas mehr zu schreiben und vorallem zu beschreiben.Da ich immer nur in der Schule oder in irgendwelchen Restaurants Internet habe, finde ich nie genug Zeit. Und da ich dann meistens nur (aber zum Glück!) das Handy zur Hand habe, fällt alles etwas knapper und reduzierter aus, als ich es gerne hätte.
Natürlich wäre es sehr angenehm auch im Haus meiner Gastfamilie Internet zu haben, aber so ist es eine intensivere Erfahrung und es wäre viel zu komfortabel abends im Bett Mails abzurufen oder im Internet zu surfen.
Vielen habe ich schon davon erzählt, aber da es der Punkt ist, der mir am Anfang die größten Sorgen bereitet hat, will ich es auch hier nochmal erwähnen. Hier in Pichilemu und wahrscheinlich in den meisten Teilen des Landes ist es nämlich ganz normal, weder eine richtige Heizung noch Dämmung zu haben. Außerdem sind die Fenster dünn und zugig. Meins lässt sich nicht richtig schließen, wahrscheinlich weil das Holz aufgequollen ist. Da die Temperatur derzeit nachts meistens auf 5 Grad fällt, ist es nicht ungewöhnlich, dass es auch im Haus nicht viel wärmer ist. Das Haus meiner Gastfamilie ist ein Holzbau, teilweise gibt es aber auch Massivbauten. In den ersten Tagen konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich nicht sofort krank werde und das häufige Kältegefühl aushalte. Aber ich habe mich tatsächlich daran gewöhnt. Ich darf nur nicht zu spät und zu ausgekühlt ins Bett gehen, sonst wird das nämlich nicht warm genug.
Es ist schwierig alles zu beschreiben, aber vielleicht könnt ihr es auch auf den Fotos erkennen. Manchmal bin ich nicht sicher, ob die Häuser noch ein paar Fertigstellungsarbeiten benötigen oder ob einfach beschlossen wurde, das sie so fertig genug sind. Oft sieht man offene Stellen, die aber einfach kein Problem darstellen, es ist einfach so. Soweit zumindest meine Wahrnehmung. Ich denke, dass vieles, was ich als Provisorium empfinde, so wie es ist funktioniert und darum einfach so lange weiter benutzt wird. Ob die Leute sich mehr (sagen wir) „Professionalität“ wünschen oder bräuchten kann ich noch nicht einschätzen. Vielleicht finde ich es mit der Zeit heraus. Derzeit empfinde ich es jedoch nicht als direkten Mangel oder so.

So, das war jetzt zumindest ein kleiner Text. Ich würde mich über konkrete Fragen, Anmerkungen oder Wünsche von Eurer Seite freuen. Vielleicht fällt es mir dann leichter die richtigen Themen und Worte zu finden. Ihr könnt mir entweder einfach eine Mail schicken oder die Möglichkeit nutzen einen Kommentar zu hinterlassen, was ja auch für die anderen interessanter.

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